Ministranten.org
Logo Ministranten.org
Mini-Jahresthema 2007/08 Ministrant
 News  | Kontakt  | Impressum 
 
Startseite
Newsletter
Terminkalender
Assisi 2008
Material
Ihr@Ministranten.org
Links

Aktuelles
Mini-Jahresthema 2007/08
Mini-Spiele auf CD-ROM
Assisi 24.-30. März 2008


Wer auch kommt - wir sind da! - Gedanken zum Jahresthema


Wer auch kommt – wir sind da!

 

Gedanken von Josef Reithmeier zum Jahresthema 2007/08

 

Alle waren wir sehr gespannt, wer wohl der neue Erzbischof von München und Freising wird. Darauf hin ist auch das Jahresthema der Ministranten abgestimmt. Einer der ersten Gedanken ist natürlich gewesen, „egal welcher Bischof kommt – wir Ministranten sind da“. Jetzt ist er also dann da, der neue Bischof Reinhard Marx. Wir wissen nun schon etwas besser bescheid, wie es wohl weiter geht, wir sind auch immer noch da. Hat sich das Motto also erledigt?

Ich denke nicht. Wenn wir ehrlich sind, ist es für uns vor Ort nicht so wichtig, wer Bischof in München ist. Wisst ihr noch, wie der Papstwechsel war? Was gab es da doch nicht alles für Spekulationen und Unsicherheiten. Klar, es hat sich einiges geändert, meist sogar zum Positiven, denkt nur mal an die tolle Stimmung beim Weltjugendtag oder beim Papstbesuch in Bayern.  Denken wir aber an die „Alltagsarbeit“, dann hat sich nicht viel getan. Minipläne müssen immer noch gemacht werden, das Zeltlager ist auch nicht anders, nur weil der Papst jetzt Benedikt heißt und die Stelle des Pfarrers bleibt weiter unbesetzt.

Jetzt sind wir aber dann doch auf einen Punkt gekommen, der weiterhin entscheidend ist und eigentlich in jeder Pfarrei ähnlich ist. Es kommen immer wieder neue Leute in die Pfarrei, angefangen eben beim Pfarrer, über Pastoral- und Gemeindeassistenten, vielleicht neue Mesner oder Hausmeister, bis hin zu neuen Gemeindemitgliedern, Kinder wie Erwachsene. Wer weiß, auch neue Ministranten sind dabei. Da gibt es doch viele Möglichkeiten zu träumen: Wie sollen die neuen denn sein? Aufgeschlossen, sportlich, sollen gut mit Menschen umgehen können, fromm, gute Liturgen, Sänger und Schauspieler und so weiter. Es ist gut, Wünsche zu haben, sich vorzustellen, wie jemand sein soll. Das zeigt, wie wir uns unsere Pfarrei vorstellen, was geschehen soll, wo und wie es vorangehen soll.

Es gab einmal einen, der sogar einen Roman zu diesem Thema geschrieben hat: Der Heilige Thomas Morus. Das Buch „Utopia“ behandelt eine ideale Gesellschaft. Seitdem werden solche Traum- oder Wunschvorstellungen Utopien genannt.

Ohne Utopien haben wir keine Ziele, wir würden nicht vorankommen. Um solche Utopien zu entwickeln, trifft sich die KJG (Katholische Junge Gemeinde) vom 1. bis 4. Mai 2008 in Würzburg unter dem Motto „Utopia jetzt!“ Das wäre doch eine Anregung auch für deine Pfarrei oder deine Ministrantenstunde. Trefft euch doch mal und „spinnt“ Utopien für euch. Malt euch aus, wie es mit den Neuen wird, was ihr von ihnen erwartet!

Vergesst dabei aber vor allem nicht, dass auch die Neuen ihre Utopien mitbringen und vielleicht gar nicht so sind, wie ihr euch das vorstellt. Aber das heißt dann nicht, dass ihr den Kopf in den Sand stecken sollt, nein im Gegenteil! Zusammen mit den Neuen könnt ihr dann andere Utopien entwickeln, die, wer weiß, noch besser sind. Seid dabei offen, heißt sie willkommen, freut euch, dass ihr Neue und Neues kennen lernt.

Schaut doch mal das Ministranten-Jahresplakat an, das sicher in eurer Sakristei hängt: viele Minis freuen sich auf die Neuankömmlinge. Sie haben ganz verschiedene Stühle bereit gestellt. Das heißt, sie haben sich nicht festgelegt, wie die Neuen sein sollen, je nach dem, wie sie sind, dürfen sie sich einen Stuhl heraussuchen. Wir freuen uns über alle, die kommen. Und wenn sie dann Hilfe brauchen, dann sind wir Ministranten ja da, wie es im Motto heißt. Wir kennen uns aus, wissen wie es in der Pfarrei läuft. Gerade am Anfang ist es wichtig, dass man nicht allein gelassen wird und Helfer da sind, die unterstützen.

 

Wir haben also gesehen, dass es wichtig ist, nicht allein gelassen zu werden, von jemandem unterstützt zu werden, der für uns da ist. Wir können also glücklich sein, dass es für uns alle jemanden gibt, der zu uns gesagt hat, „ich bin da!“. Gott hat uns seinen Sohn Jesus geschickt, der uns das nochmals ausdrücklich gesagt und vor allem auch gezeigt hat. Er will, dass es uns gut geht. Dass das dann auch klappt, dafür sind nicht zuletzt auch wir Ministranten zuständig!